|
Als die NATO am
24.03.1999 mit ihren Luftschlägen begann, hatte die systematische,
gewaltsame Vertreibung der Kosovo-Albaner längst eingesetzt.
Mit Beginn des bewaffneten
Konfliktes eskalierten die Ereignisse auch im Kosovo. Am 11.05.1999
gab die UNHCR die Zahl der Flüchtlinge und Binnenvertriebenen mit
1.523.000 Menschen an. Am 04.06.1999 waren 782.000 Kosovo-Albaner
auf internationale Hilfe angewiesen. Bilder des Schreckens gingen um
die Welt: Verwundete und Tote, schreiende Kinder, hungernde
Familien, zerstörte Häuser und flüchtende Menschen. Nach Ende des
verheerenden Krieges und dem Aufbau der Verwaltung der Vereinten
Nationen UNMIK waren über 500 Hilfsorganisationen im Kosovo tätig,
um die größte Not zu lindern. In der Bundesrepublik wurden
kurzfristig fast 40.000 Flüchtlinge aufgenommen.
Das
Kosova – offiziell noch Teil der Republik Serbien und Montenegro –
ist heute ein internationales Protektorat. Besetzt, beschützt und
verwaltet von der KFOR. Aber so sehr die ausländischen Truppen
begrüßt werden, so wenig bekommt die UNMIK, die zivile
UNO-Verwaltung, zentrale Probleme in den Griff.

|